Der Käseplanet

Der Käseplanet

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Der Käseplanet. Eine tragische Geschichte eines gehemmten Raumfahrers der im Strudel seiner bescheidenen Möglichkeiten immer versucht, das Beste aus seiner, von zahllosen Unzulänglichkeiten überquellenden Existenz, zu erreichen.

Es gefiel ihm nicht was er sah

Der Blick auf seine neue Besatzung verhieß nichts Gutes. Er hatte schon viele Mannschaften in seiner Zeit als Kapitän für die Eroberung fremder Welten erlebt. Da waren einige Tiefen dabei, seufzte der erfahrene Kapitän. Der blinde Elefant stand wie verschmolzen zwischen dem Steuerpult und der Überwachungskonsole, eingeklemmt in der Kommandozentrale am Bug des Weltraumkreuzers. Neben ihm ein etwas adipöser, einpfotiger Kater und ein Ei zweifelhafter Herkunft mit Zylinder auf dem Kopf, wenn es denn einen hätte. „Wahrscheinlich Käfighaltung…“, murmelte der Kapitän vor sich hin. Für den Elefanten bekundete der Kapitän eine gewisse Sympathie. Aber nur leise, denn er wollte ein guter Kapitän sein und keines seiner Besatzungsmitglieder bevorzugt behandeln. Von der Anwesenheit des Elefanten an Board versprach sich der Kapitän, ruhmreich wie einst Hannibal mit weißen Elefanten den Himalaya zu überqueren, um Afrika und noch viele andere Länder zu erobern. Das wusste er noch aus dem Geschichtsunterricht. Oder waren es doch die Alpen? Hätte er doch besser in der Schule aufgepasst. Aber er konnte sich einfach nichts merken. Schuld daran waren vertrocknete Käsebrötchen die er, geplagt von tiefen Schuldgefühlen eines orientierungslosen Sohnes, unter schrecklichen Brechreizen hinunterwürgte und dumpfe Bauchschmerzen erlitt. So konnte er sich nichts merken. „Ich bin Kapitän und kein Geschichtenerzähler. Da müsse man so was nicht wissen!“, posaunierte er trotzig. Doch dann hielt er kurz inne. Er wusste, dass sein Gedächtnis löchriger war, als die vertrockneten Scheiben Edamer, die seine Mutter auf die Pausenbrötchen legte. Neben seinem sensiblen Magen, war eben diese Vergesslichkeit sein zweites Handicap. Sein bester Schulfreund, dessen Name ihm immer entfiel, hatte ihn stets ermutigt Kapitän zu werden. „Ein zarter Magen und ein löchriger Verstand seien kein Hinderungsgrund.“, sagte er. Innerlich gestärkt von diesen Worten wand er sich wieder seiner Mannschaft zu, die ihn weiter regungslos anstarrte. Das nächste Mal werde er sich sein Personal selber aussuchen und dies nicht dem Komitee für unausgesprochene Fragen überlassen. Schließlich wurde er mit der Mission betraut, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, einen fremden Planet zu kolonialisieren.

Dann ging seine Ausrüstungs durch, deren Beschaffung ihm viel Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte bescherte hatte. Für den Fall, dass die Bewohner seines künftigen Planeten ihn als neuen Herrscher kampflos akzeptierten, hatte der listige Kapitän mehrere Schachteln Pralinen beschaffen lassen, die er mit einer gönnerhaften Geste überreichen würde. Falls dagegen Unklarheit herrschen würde, ob die Bevölkerung ihm gegenüber friedlich gesinnt sei oder nicht, dann würde er zu seiner Spezialausrüstung greifen. Diese bestand hauptsächlich aus einer falschen Nase, einer roten Melone, und einer Brille. Mit dieser Tarnung würde er sich unter das gemeine Volk mischen und Gerüchte über die Ankunft eines Heilandes in Kapitänsuniform streuen. Für den Falls eines renitenten Mobs allerdings, hatte er sich ein Krokodilskostüm nähen lassen, sowie einen Köcher, der mehrere gelbe Filzbälle enthielt, wie man Sie zum Tennisspiel benutzt. Mit diesem Kampfanzug wäre es nahezu ein Kinderspiel einen primitiven Planet zu erobern, dachte er sich und schmunzelte selbstverliebt. Überhaupt war er sehr bescheiden. Nur manchmal flackerten Allmachtphantasien in ihm auf, die andere als Größenwahn titulieren würden. Er jedoch nannte es: Das was mir zusteht. Und hüstelte dabei etwas beschämt. Denn er war ja bescheiden. Er dachte wieder an sein Bordpersonal. „Neihineinein!“, schrie der ansonsten eher schüchterne Kapitän, um sich danach mit leicht erröteten Backen von der Mannschaft abzuwenden, wohl wissend, dass er es war, der das Antragsformular für Personalangelegenheiten extragalaktischer Eroberungen neben dem Mensch-ärgere-Dich-nicht Karton auf dem Küchentisch vergessen hatte und ihm deshalb ein so miserables Personal bereitgestellt wurde.

Fraglicher Abgang

Die Rakete hob mit donnerndem Schweif in Richtung Himmel ab. Die Pflaumenbäume ringsum die Startrampe knickten ein und das Blumenbeet voll Geranien, Petunien und anderer stinkender Pflanzenarten verkohlte augenblicklich. Das würde noch Ärger mit dem Besitzer des Gartens geben, dachte der Kapitän. Gigantische Kräfte wirkten auf die Insassen, die völlig desorientiert aus dem Bullauge der zischenden Rakete schauten, ein. Diese Kräfte können sich nur die Leserinnen und Leser vorstellen, die selbst einmal den Mond besuchten und diese enormen Fliehkräfte am eigenen Leib erfahren hatten. Im Orbit angelangt verlangsamte sich der Raumkreuzer. Der Kapitän, außer sich vor Wut, stampfte in der Kommandozentrale auf und ab.

Der überraschende Start der Rakete hatte ihm keine Zeit gelassen den Countdown zu zelebrieren. Das machte er am liebsten. Von hundert an sogar. Davon verstand er was. Als der Kapitän sich nun umdrehte und mit einem harschen Ton, so wie er es in der Militärschule gelernte hatte, Anweisung wie: Los jetzt! Macht schon! Guckt nicht so blöd! zu geben, um die weiteren Abläufe der hochkomplexen Rakete zu koordinieren, überblickte er das volle Ausmaß des Riesenschlamassels: Der ruppige Start des stolzen Raumkreuzers hatte seinen Tribut gefordert. Vor Schreck beinahe bewusstlos geworden umklammerte in Panik der dicke Rüssel des blinden Elefantes das Lenkruder, sodass das Raktenschiff vom Kurs abkam und nach Westen einbog. Der einpolige Kater lag benommen in seinem erbrochenen Sheba-Ragout. Der Kapitän konnte noch ein paar Stückchen Kitekat-Trockenfutter darin erkennen. Ragout mit Wild – Feine Stückchen in Gelee. Verwöhnter Bengel, dachte sich der Kapitän. Beim Ei mit Zylinder sah es auch nicht gut aus: Es lag zerbrochen auf der Steuerkonsole. Kleine Stromblitze flackerten aus dieser und es roch nach Rührei. „Hmmm…Rührei….“, entlockte es dem Kapitän, der für einen Augenblick die missliche Lage vergaß und nun in kulinarischen Sphären tauchte. „Rührei…mit Butter…..und dazu ein Toast mit…mit Ei.“ Die Phantasie des Kapitäns schien grenzenlos und er dachte sich immer verwegenere Kombinationen von Ei und Toast aus.

Ein schrecklicher Verdacht

Von einem Schatten der nichts Gutes verhieß, wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt, stand der Kapitän nun ganz auf sich gestellt auf der Kommandobrücke wo er den Autopilot-Knopf suchte. „Zuviele Knöpfe, da weiß man ja gar nicht… „, murmelte er. „Zu viele Knöpfe…“, wiederholte er. Mehrmals erschauderte er beim Anblick des Schattens der sich über sein Schiff legte wie eine Glucke über ihr Ei. Sein Magen zog sich beim Gedanken an Glucke und Ei abermals zusammen und er vergaß den Autopilot-Knopf zu drücken, den er endlich unter den hunderten blinkenden, ihm nichtssagenden Knöpfen, endlich gefunden hatte. Mit klopfenden Herzen stolperte er die Leiter hoch zum Ausguck am Kopf der Rakete. Da erkannte er dass sich ein Unheil anbahnte. Es war ein Todesstern wie ihn bereits die Experten aus dem Arbeitskreis Gefahren und Schreckenswesen extragalaktischer Sphären in einem Vortrag am Institut für Allgemeines und Artverwandtes erwähnten. Zusammen mit geeigneten Maßnahmen zur Bekämpfung dieser. Die hatte er allerdings vergessen. Im nächsten Moment wurde das Raumschiff von einem gewaltigen Schlag erschüttert. Es knackte, als wäre ein Elefant auf einen Straußenei getreten.

Der haarige Todesstern rammte ohne Vorwarnung seine monströsen Beißwerkzeuge in die Rakete und riss sie in Stücke. Der Kapitän erkannte nun den Ernst der Lage und wollte sein Krokodilskostüm überstülpen, nur wo war es… Das alte Problem. Von der Rettungskapsel aus konnte der Kapitän beobachten wie der einpfotige Kater zusammen mit dem Ei im Schlund des Ungeheuers verschwand. Der blinde Elefant entschied sich, kurz vor seinem Ableben, noch Beethovens Largo appassionato zum Besten zu geben, um Schlussendlich mit einem flatulenzartigen Ton im Rachen des gefräßigen Kolosses zu verschwinden. Den Zylinder des Eis allerdings verschmähte der Todesstern. „Wahrscheinlich“, so dachte der Kapitän, weil es ein echter Chapeaubeau aus der französischen Manufaktur Girdosaint der Familie Rochard in der Nähe der Ortschaft Beaufard, in dem Departement Comparnasse zwischen Rhoudeville und Montagne Conard war. Ein Todesstern mit feinem Gespür für noble Mode also.“, konstatierte der Kapitän und sein Kopfnicken ließ eine stille Bewunderung für so viel Feingefühl erahnen. Der nun emotional aufgewühlte Kapitän kam sich weibisch vor. Ein Gefühl des Mitleids übermannte ihn beim Gedanken an seine gerade verschiedene Besatzung. Es tat ihm Leid, als erster in die Rettungskapsel gestiegen zu sein und nichts für seine Mannschaft getan zu haben. Er hatte sie einfach im Stich gelassen. Aber noch viel mehr tat er sich selber leid, da er nun ohne Raumschiff keinen Planeten in seine Gewalt bringen und mit Pauken und Trompeten für ewig in die Geschichtsbücher eingehen konnte.

Da wurde er böse und schimpfte: „Diese Idioten. Nichts kann man mit denen da machen.“ Und er machte von nun an seine Besatzung, die nun im Magen des Todessterns campierte, für das Scheitern seiner Mission verantwortlich. Sie waren es schuld. Generell waren es immer die anderen die an seinem Versagen Schuld trugen stellte er zu seiner Beruhigung fest. Dafür könne er nichts. Alles Dummköpfe. Und während er sich über die zufällig gefundene Schachteln Pralinen hermachte und sie unter Tränen des Selbstmitleids in seinen zu kleinen Mund schob, beschrieb die Rettungskapsel eine Ellipse und landete Kopfüber auf einem unbekannten Planeten. Der Eintritt in die Atmosphäre hatte die Pralinen zum Schmelzen gebracht und die Bullaugen von innen mit einer dünnen Schicht Schokolade überzogen.

Ein Planet der da war

Als der Kapitän, noch leicht benommen von dem Aufprall, nun einen Blick nach außen wagte, überkam ihn ein Gefühl, wie nur Sieger und Eroberer es kannten: Er sah sich als neuen Kaiser dieses Planeten, dessen kostbares Gut er von dem ihm unterjochten Volk abbauen, in Form pressen und mit großen Gewinn an andere Galaxien verkaufte lassen würde. Er würde sich angesichts des Reichtums an Schokolade dieses Planeten selber Mokka-König nennen oder volle Nuss oder so ähnlich. dachte er und spitze bescheiden seinen zu kleinen Mund. Sofort berief er ein Komitee herbei welches nur aus ihm selbst bestand um ihn als einziger Herrscher zu legitimieren und ihm als einzigen die Schürfrechte am Schokoplaneten zu sichern. Aber soweit kam es nicht. Die Konferenz musste aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden abgebrochen werden. Er hatte etwas Bauchweh. Die ganzen Pralinen. Sie verstehen. Er verließ sich selbst und löste damit die Runde auf. Morgen sei auch noch ein Tag. Sagte er sich. Rom wurde auch nicht an einem… oder war es Neapel?

Morgen würde er das Krokodilskostüm samt Tennisballköcher anziehen und sofort mit der Unterjochung der Planetenbewohner beginnen, dann würde er Straßen, Strommasten, Brücken, Schnellstraßen, Brücken und Strom und diesen ganzen Mist den man so braucht bauen lassen. Und Tennisplätze. Er mochte Tennis. Es war sein Lieblingssport. Der Kapitän erinnerte sich in einsamen Momenten wie diesen gerne daran, wie er auf seinem Heimatplaneten jeden Sonntag ein paar Bälle in seinem großen englischen Garten mit angrenzendem Tenniscourt schlug. Auf den Nachbarsjungen, der so bitterlich weinte, als die festen Filzbälle seinen Kopf trafen und kleine blaue Beulen hinterließen. Manchmal auch eine gebrochene Nase. Dann schrie der Kapitän: „Ass!“ Nach einem geglückten Ass schnalzte der Kapitän und gelobte das nächste Mal einen Groschen in den Klingelbeutel für misshandelte Kinder irgendwo in Afrika zu spenden um sein Gewissen zu beruhigen. Als es soweit war schnippte der sparsame Kapitän jedoch nur einen alten Hosenknopf in die Spendendose. Knöpfe kann man auch in Afrika brauchen, rechtfertigte er sein handeln, ohne jedoch zu ahnen, dass die dortigen Bewohner dieses großen Landes ja aus Bananen gestrickte Lendenschürze spazieren tragen, die keinerlei Knöpfe brauchen. Dies konnte er jedoch nicht wissen, da er sein Buch über die moderne Gesellschaft in Afrika und Umgebung im Schulbus vergaß und ihn niemand während des Unterrichts mitlesen ließ. Denn er war ein sogenanntes Scheißkind.

Warum, hatte er bis heute nicht verstanden. „Die Welt ist schlecht und schreit nach Verbesserung!“, schrie der Kapitän in seiner von Schokolade und Nougat überzogenen Kabine. Das Unbehagen, welches ihm bei den Gedanken eines im Blutrausch vergessenen Tennisballs im Nachbarsgarten überkam und bei der Möglichkeit, dass der schwer zugerichtete Junge mit seinem Tennisball spielen könnte, wich einer sich wie ein warmer Mantel um einen fröstelnden Körper legende Erkenntnis, dass der Junge in Wahrheit jeglichen Spieltrieb verloren habe. „Eine Folge der häufigen Asse.“, stellte der Kapitän nüchtern fest. Zufrieden schlummerte er ein. Ein leichtes Sodbrennen versüßte ihm den Schlaf.

Am nächsten Morgen wachte er auf

Die Bullaugen der Rettungskapseln waren wie von einer tüchtigen Putzfrau vom schokoladenen Überzug befreit worden. Seine Zunge fühlte sich rau und trocken an, jedoch konnte er diese Feststellungen nicht in einen sinnvollen Zusammenhang bringen. Stattdessen erinnerte er sich an den gestrigen Traum. Er watete durch ein braunes Meer bis das es tief genug war um darin zu baden. Plötzlich stank es widerlich. Er beschloss an dieser Stelle den Traum nicht weiter in die Erinnerung zu rufen und kugelte rückwärts an das Bullauge. Die Augen des Kapitäns pumpten sich mit Blut auf das Doppelte ihrer Größe auf, als er erkannte, dass sein Planet keine Schokoladenkugel, sondern ein gewöhnlicher Käseplanet war. „Wahrscheinlich, vertrockneter Edamer…“ , murmelte er verbittert vor sich hin. Der Planet war in der Tat sehr vertrocknet. Mit dem Stethoskop versuchte der Kapitän den Herzschlag des Planeten zu ermitteln und entnahm vier Bodenproben mit dem Pürckhauer. Drei für das Komitee und eine für ihn. Er war der Forschung sehr zugetan und verstand es diese mit seinem Alltagsleben zu verbinden. Gerne erzählte er in geselliger Runde auf dem Kommandodeck von seinen gelegentlichen Versuchen, die auf seiner täglichen Fahrt zur Raumstation durchführte. Er verknote heimlich die Schnürsenkel der Businsassen und stoppte die Zeit bis sich die zerfledernde Meute nach getaner Arbeit befreien konnte. „Jaha- Forschung muss nicht trocken sein!“, pflegte er zu dann mit leicht nasaler Stimme zu sagen.

Generell war er geübt was Stimmodulationen anging. Der Kapitän konnte sämtliche Laute der Vogel- und Affenarten der Insel Borneo täuschend echt imitieren. Das mochten auch die Frauen. Ihnen zuliebe zwitscherte er mal wie ein Kupferfink oder brüllte wie ein Bergaffe. Das beanspruchte besonders seinen Hals. Manchmal hatte er Angst deshalb an Kehlkopfkrebs zu erkranken. Selbst beim Geschlechtsverkehr mit ihn bewundernden Ornithologinnen, gab er den Kupferfink stundenlang zum Besten. Manchmal erfand er auch einfach neue Laute und dazu phantastische Tiernamen die er dann googelte, in der Hoffnung eine unbekannte Spezies im Dschungel des Internets zu finden.“ Jaha – Forschung muss nicht trocken sein“, flüsterte er, als er die Bodenproben des Käseplaneten in ein leeres Gurkenglas steckte. Das Komitee würde seine geologischen Untersuchungen schon zu würdigen wissen, dachte der Kapitän. Er würde den Verlust der Rakete samt Besatzung als notwendige Maßnahme zur Eroberung des Käseplanets deklarieren, den Verwandten der Dahingeschiedenen einen Käsekuchen backen und später dann vom Zentralkomitee für Ehre und Vernunft zum Ritter geschlagen. Der Gedanke gefiel ihm so sehr, dass er zusammenhangslos in Trance versetzt, wie von einer unsichtbaren Hand gezogen, auf einen in der Nähe befindlichen Hügel stolzierte und kurz vor dem Abgrund, an der Spitze stehenblieb.

Von einer fremden Macht getrieben, fing der Kapitän in längst vergessen Sprachen zu sprechen. Voller Grazie, wohl wissend um seine genialen, griff er zum Eisensagel und meißelte vorzeitlich anmutende Schriftzeichen in den trockenen Käse. Wochenlang war der Kapitän damit beschäftigt, die ihm selbst unbekannten Schriftzeichen seiner Phantasiesprache in den Käsehügel zu hobeln. Von Zeit zu Zeit gönnte er sich eine kleine Pause und aß eine handvoll Hobel um dann wieder zwanghaft und doch voller Leidenschaft sein Lebenswerk zu beenden. Als er nun körperlich völlig zermartert eine komplette Landschaft mit seinen phantastischen Schriftzeichen vor sich erblickte, wurden die Bewohner des Planeten auf ihn aufmerksam. Schweinerei riefen sie. „Du Ferkel!“, quäkte eine ältere Dame, die offensichtlich nicht angetan vom Werk des Kapitän war. Eine andere Frau hielt ihren Kindern die Augen zu und hob empört die andere Hand in die Luft. Die Mädchen kicherten mit erröteten Wangen und erwarteten mit Vorfreude was nun geschehen sollte. Die alte Dame Schwung mit einer geübten Bewegung einen Eimer auf den stolzen Kapitän. Es war die braune Substanz aus dem Traum, dessen Name der Kapitän vergessen hatte. Der vierte Eimer der unsäglichen Substanz signalisierte dem Kapitän dass es Zeit war das Weite zu suchen. Er wusste nicht genau warum, aber seine Intuition, auf die er sich schon immer verlassen konnte, sagte ihm, dass es Zeit war zu gehen. Besser jetzt! es stank wieder so …

Die Sonne quälte seine Augen

Die Flucht hatte ihn viel Kraft gekostet. Träge schob er sich ein Stück seines Kissens in den Mund. Er war hungrig. Der Kopfuntersatz den er sich schlaftrunken aus einem Stück Camembert formte, leistete ihm einen guten Dienst. Er hatte noch etwas Parmesanhobel in seine Tasche stopfen können, bevor der wütende Mob auf ihn einschlagen wollte. Er musste an sein Kunstwerk denken. „Diese Banausen!“, schrie er. Es machte ihn traurig dass sie ihm keine Zeit ließen, seinem Kunstwerk einen Beipackzettel hinzuzufügen, so wie er es immer tat. So verstünde man Kunst richtig und brauche sich selber keinen neuen Unfug auszudenken. Das war für alle einfacher. Aber er musste flüchten. Das hatte er so gelernt. In der Militärschule. Die Flucht war seine bevorzugte Methode, wenn es um darum ging, anspruchsvolle Herausforderungen zu meistern. Das verstand nicht jeder. Auf seiner letzten Mission in der er eine ganze Flotte von Raumkreuzern befehligt hatte, entfiel ihm manchmal wo er war und wohin er wollte.

Intuitiv begab er sich in die Rettungskapsel und verließ die Situation in einem großen Bogen der Verwunderung, aber auch der Wut. Solche unpopulären Entscheidungen können und müssen von Visionären wie er einer ,nun mal getroffen werden, dachte er sich dann. Das Volk ist dumm. Es hat noch nie die Meister verstanden und schob unbewusst seine rechte Hand in seine Jacke. Aber auch die da oben verstünden seine Entscheidung nicht, sagte er sich. Auf dem Heimatplaneten aus der Rettungskapsel geborgen, empfingen ihn keine Pauken und Trompeten. Stattdessen wurde er wortlos in eine Art Wellnesscenter gefahren, deren Gäste unter befremdlichen Krankheiten litten. Im darauffolgenden Jahr durfte er nur noch kleinere Missionen begleiten. Mit der Zeit wurde er ein Visionär, wie er gerne unter seinen Kollegen beim wöchentlichen Training im Kraftraum von sich sprach. Er wandte sich zunehmend von weltlichen und praktischen Dingen ab. Sie waren ihm einfach zu blöd. Er dagegen war klug. Aber auch bescheiden. Der Kapitän applaudierte sich im Spiegel zu um dann, geschmeichelt von so viel Zuspruch, zu erröten und machte einen Knicks. Das machte im Spaß und deshalb tat er es jeden Tag, nach der Rasur seines unvorteilhaften Gesichtes, aufs Neue.

Der Aufbruch ins Gewisse

Es war an der Zeit die Ausrüstung zu kontrollieren, die er in letzter Sekunde aus der Rettungskapsel mitnehmen konnte, bevor die merkwürdigen Bewohner auch diese mit der übelriechenden Flüssigkeiten bestrichen. Die olivfarbene Militärtasche enthielt eine Kerze, einen kaputten Wecker, zwei Tennisschläger, eine Nachbildung von Abu Simbel und eine Brille mit Bart und künstlicher Nase. Der Kapitän kramte weiter in der Hoffnung das Krokodilskostüm zu finden. Vergeblich. Es lag wahrscheinlich neben dem unausgefüllten Formular in der Küche. „Verdammt!“, fluchte der Kapitän. Von einem der beiden Schläger musste sich der Kapitän trennen, schließlich war es ihm unmöglich so viel Ausrüstung in dieser feindlichen Umgebung zu tragen. Er behielt den von Andre Agassi signierten Schläger und eine Nachbildung von Abu Simbel. Er war ein großer Fan von Andre Agassi. „Ein Jammer, dass er nicht mehr spielt…“, seufzte der Kapitän. Von der Abbildung konnte er sich auch nicht trennen. Zu schön war sie. Und das Original passte nun mal nicht in die Jackentasche.

„Hohoho!“, lachte der Kapitän und schien sehr amüsiert. „Hohohoho… Nein, die passt da nicht rein.“ Er schien sehr amüsiert über seinen eigenen Witz und setzte die Brille mit der falschen Nase auf und marschierte zurück in die Siedlung die er auskundschaften wollte. In der Stadt herrschte reges Treiben. Die Bewohner machten sich auf den Weg nach Norden, der Kapitän, sein Gesicht hinter den handsignierten Tennisschläger kaschierend, folgte ihnen heimlich. In einer Art Kathedrale angelangt,knoteten und knieten hunderte Bewohner vor einem Schrein, den der Kapitän aufgrund des Gerangels nicht näher einsehen konnte. Er verstand sofort, dass er im Gedrängel dieser religiösen Eiferer keine Chance hatte, ihren Götzen näher zu kommen. So wie er es in der Militärschule gelernt hatte, bestrich er seinen Nacken mit einem Rest der unsäglichen Substanz, die er in seiner Jackentasche aufbewahrte. Man weiß ja nie, dachte er sich, als er diesen stinkenden Rest aufhob. Es zeigte Wirkung. An den zugekniffenen Gesichtern vorbei, gelangte der Kapitän bis an die zweite Reihe, von wo er aus den von allen Bewohnern angebeteten Götzen nun endlich erkennen konnte. Es war eine kleine weiße Kuh mit Krone. „Sie schaut etwas dümmlich.“, flüsterte der Kapitän und lachte. Anfangs eher schelmisch, doch dann wie ein geisteskranker Megalomane dessen Verhalten nichts Gutes erahnen ließ.

Der Kapitän erwachte

Ein tropfender Wasserhahn taktete in die Stille. Er hatte sich in der Toilette der Kathedrale eingeschlossen und die Nacht abgewartet. Nun war es soweit. Er legte die Tasche um und schlich zurück zum Schrein, der völlig verlassen im Mondlicht auf ihn wartete. Der Käse platschte, als der Kapitän mit dem signierten Tennisschläger auf die kleine goldene Kuh eindrosch. Zufrieden machte er sich ans Werk, die klebrige Masse nach seinem Ebenbild zu formen. Sein Plan war es die Bewohner zu täuschen und damit sie ihn, statt der Kuh als ihren Gott erkannten. Geschmeidig und mit talentierter Hand, formte der Kapitän einen Körper aus Käse, der dem seinen so glich, dass er eine kurze Zeit nicht merkte, dass er an seinem eigenen Knie drückte, statt an dessen käsigen Abbild.

Das Gesicht war zuletzt an der Reihe, wohl wissend, dass dies der schwierigste Teil der Arbeit war. Denn der Kapitän war schön. Er war außerordentlich schön. So schön dass, als er eines Tages in aller Bescheidenheit bei einem Büstenmacher nachfragte, in dieser aber lachend abwies. Was für ein begabter Künstler, dachte der Kapitän damals. Ein gewöhnlicher Büstenmacher hätte versucht seine Schönheit einfach in Gips zu ritzen, aber dieser feinfühlige Künstler erkannte sofort, dass die Schönheit des Kapitäns nicht abbildbar war und winkte deshalb, bevor der Kapitän überhaupt mit drei blauen Geldscheinen wedeln konnte, ab. Nun stand der Kapitän vor demselben Problem. Sein Gesicht war zu schön als das er es in diesen ordinären Käse formen konnte. Er rief nach der unsichtbaren Hand die ihn schon bei der kolossalen Verschönerung der Landschaft auf diesem Planeten half, doch sie verweigerte ihm diesmal ihren kostbaren Dienst. „Punkt, Punkt, Komma Strich – fertig ist das…“, murmelte der Kapitän und zog seine Zunge die zuvor jede Handbewegung des Kapitäns schlabbernd mit verfolgte, in den Mund zurück. Genial, dachte der Kapitän, denn dies laut zu äußern war ihm aufgrund seiner tiefen Bescheidenheit nicht möglich. Er formte in einer raschen Handbewegung eine Nase aus einem Rest überreifen Romadur und war mit sich und dem Werk zufrieden.

Ein stilles Fest voll Wonne und Scham

Mit der Trägheit und Schwere einer Walze rollte der Gestank in das Tal hinunter, wo die Festlichkeiten zur Königsweihe in vollem Gange waren. Der Kapitän saß mit zwei gekreuzten Tennisschläger und der Nachbildung von Abu Simpel als Regentenapfel auf einem Thron aus Butterkäse. Der miefige Geruch, den nun auch der Kapitän vernahm, schien die Luft um die Festlichkeit zu verdrängen. Den Bewohner machte dieser Käse-Föhn nichts aus. Der Kapitän aber lag eingekotzt und kreidebleich neben seinem Königsstuhl. Es war ihm unangenehm ein solches Bild gleich am ersten Tag abzugeben. Auch die Bewohner schämten sich und klatschten aus Verlegenheit so schnell in die Hände, dass der Kapitän wieder neuen Mut fasste. Mit diesen Händen können sie, in Ketten gelegt, sicherlich 16 Stunden täglich tief in der Käsemiene schürfen, ohne dass sie müde würden oder eine Pause bräuchten. Dieser Gedanke gefiel ihm. „Die jungen Frauen warfen mir lüsterne Blicke zu…“ füsterte der Kapitän. Das machte ihn etwas traurig, denn er fühlte sich zum Sexobjekt degradiert.“ So muss es wohl einem Sexgott ergehen – diese Frauen wollen nur das ein!“, schimpft er. Doch keiner hörte ihm zu. Er warf in einem äußerlich lässig anmutenden Tobsuchtsanfall den kleinen Abu Simbel in die Luft und schmetterte in mit einen Schlag in die weibliche Menge. Zu seiner Belustigung hatte sich eine gehbehinderte Greisin zwischen seinen harten Aufschlag und dem Landepunkt der spitzen Figur gestellt. „Wie der Nachbarsjunge.“, schmunzelte der Kapitän, als er sah dass die Greisin am Boden liegend nach Luft rang. Die kleine Nachbildung hatte sie mitten im Plexus erwischt.

Zum Erstaunen aller Anwesenden imitierte der Kapitän noch Lockrufe des Bergfinkes, um noch weiter Sympathiepunkte bei den Damen zu erhaschen. Er wollte sie alle in einen kollektiven Orgasmus aufstöhnen hören, ohne mit ihnen schlafen zu müssen. Die Vereinigung zweier Geschlechter zwecks Freude, Fortpflanzung oder beiden war ihm schon immer zuwider. Er ging diesem Akt aus dem Weg, wo immer er nur konnte. Verliebte sich der Kapitän über beide Ohren in eine Dame, servierte er gleich am ersten Abend Bohnen mit Kohl. Vom Kohl versprach er sich eine Dämpfung der Lust seiner liebestollen Verehrerin. Die Bohnen sollten ihr Übriges dazu tun, den Abend beim Gespräch zu belassen, bis der Kapitän irgendwann während des Gespräches einfach einschlief. Keine Frau verstand ihn, als er erklärte dass er seinen alten Pinkelschlauch für solche weltlichen Dinge nur ungern zweckentfremdete. Es war einfach nicht seins. Doch das würden die Frauen nie verstehen. Als die Zunge des Kapitäns in schlimmer Vorausahnung über seine Lippen, bemerkte er, dass er von den Gästen der Festgesellschafft wieder mit der unsäglichen Substanz bekleckert wurde. Das Volk hatte sich gegen ihn gewand. Der Kapitän entschied sich in diesem Moment für das was er am besten konnte.

Auf der Flucht

Die Flucht war kräftezehrend. Der Priester und seine fanatische Gefolgschaft hatten nach seinem Leben getrachtet. Er hatte bei der Flucht seine olivfarbene Militärtasche zurücklassen müssen. Lediglich der kaputte Wecker blieb ihm übrig. An der Kerze hatte er sich verschluckt als er sie hastig im Mund verstauen wollte. Jetzt saß sie in seinem Magen fest und verursachte ihm einen sehr unangenehmen Schmerz. Die einst würdevolle Kapitänsuniform hing in Fetzen von seinem gemarterten Leib herab. Tiefe Furchen in seinem Gesicht ließen die Strapazen erahnen, die er in den letzten Tage durchlitten hatte. Seine Knie waren derart geschwollen, dass die darauf befindliche alte Ankertätowierung einem breit grinsendem Frosch ähnelte. „So geht es nicht.“, fauchte der Kapitän. „No-ho!“, schrie der Kapitän plötzlich in einem unheimlichen Ton. Eine lange dünne Zunge verfehlte seinen hageren Hals um wenige Zentimeter. Woher wussten sie wo er war? Und wieso wussten sie dass er panische Angst vor Ameisenbären hatte.

Das Tier wankte mit heraushängender Zunge geradewegs auf ihn zu. Er wollte den Kampfschrei der Bergmakaken von sich geben. Den hatte er aber vergessen. Seine Kehle war zugeschnürt vor Angst. Der Ameisenbär machte keinerlei Anstalten von seinem grausamen Plan Abstand zu nehmen und ließ seine feine Zunge auf den wehrlosen Kapitän los. In einem Anfall von Wahn kratze der Kapitän kleine Kreise mit herabstehenden Strichen an die Käsewand. Er taumelte als der Ameisenbär ihm näher kam, doch er ritze stoisch weiter. Im letzten Moment ließ der Ameisenbär ab und attackierte seine Zeichnung. Er hatte in Windeseile einen Ameisenhaufen an die Wand geritzt. Mit einem ungeschickten Purzelbaum zur Seite entwich der Kapitän der brenzligen Situation und hatte das Gefühl auf der Welle seines Angstschweißes davonzusurfen.

Die Ernüchterung

Es war ein diesiger Tag. Die Handschellen rasteten widerspenstig ein. Sie hatten einen zweiten Ameisenbären auf ihn angesetzt, der im Mondschatten lauerte und den Kapitän mit all seiner wilden Kraft bändigte. Sie führten in ein Art Krankenhaus. Dort musste der Kapitän sich bis auf seine Kapitänsmütze seiner Kleider entledigen. Dann wurde er in den gummierten Raum gestoßen. Die Ecken des Mobiliars waren abgerundet und wiesen eine Gummierung auf. Der Kapitän dachte nichts dabei und verrichtete als die Tür sich hinter ihm schließ sein Stuhlgang auf einem Eimer aus Pappe. Entleert schlief er ein. Am nächsten Morgen weckte ihn ein bläuliches Licht welches durch den Spalt der Tür schien. Er hatte sich in der Nacht eingekotet ohne es zu merken. Das mißfiel ihm sehr.

Zwei Männer in weißen Plastiktüten bekleidet, hoben den Kapitän entschieden, aber vorsichtig, aus dem Bett und schleppten ihn hinaus. Ein dritter Plastiktütenmann griff nach dem Eimer. Am Ende des langes Ganges vernahm der verschlafene Kapitän dumpfe Geräusche. Noch ehe er die Laute einordnen konnte, öffnete sich die Tür vor der eine johlende Menge wartete. Er war kurz gewillt zu glauben, das Volk hätte sehnsüchtig nach ihm geschrien, doch als der ihm bekannte Pappeimer über seinem stolz gereckten Haupt entleert wurde, schwan ihm Unheilvolles: der Mob bewarf ihn abermals mit Unrat. Ihn, der so sehr gelitten hatte in den letzten Tagen seines Aufenthaltes. Ihn der nichts anderes wollte, als die Unterjochung dieses Volkes und Ruhm und Ehre und Geld. Er hasste sie aus ganzem Herzen. Er wollte sie beschimpfen, doch er sprach ihre Sprache nicht. Als er versuchte zur interplanetar verständlichen „Ihr-könnt-mich-alle-mal“-Geste anzusetzen, drängten ihn die Männer in Plastiktütenkleidung zurück in den weißen Gang und schlossen die Tür.

Nun stand er da und braun wie er war, überfiel einem der Plastiktütengesichtern etwas Mitgefühl und dem Kapitän wurden Erfrischungstücher überreicht. „4711…“, murmelte der über und über Verschmutzte. Den imperialistischen Phantasien wich einem kindlichem Gefühl von Heimweh. Der Kapitän atmete den Geruch der Erfrischungstücher ein. Trotz des Gestankes gelang es ihn nur das Kölnisch Wasser zu riechen und die anderen Undüfte zu ignorieren. Er dachte an die Heimat. Er dachte daran wie der Nachbarsjunge seine Wunde mit Kölnisch Wasser von seiner Mutter gereinigt bekam, nachdem der Kapitän ein paar „Asse“ geschlagen hatte. Und daran dass er ihn so gerne wieder durch den Garten jagte. Der Kapitän seufzte. Aber nicht tief – denn es stankk zu sehrn. Es wurde Tee serviert. Mit einem höflichen Knicks überreichte der Plastiktütenmann die Uniform und der Kapitän zog sie mit Stolz an. Noch eher mit spitzem Mund den Limonentee zu kosten versuchte, trat ihn ein heftiger Tritt in einen Sack hinein.

Dann ging alles sehr schnell: nach einem kurzen ruckligen Weg, wurde der Kapitän wie ein Postsack erneut verladen. Doch er dachte sich nichts dabei. Auch dann nicht, als es nach einigen Sekunden des Stillstandes und der Ruhe laut donnerte und der Kapitän an den Boden gepresst wurde. Wollten sie sich des Kapitäns entledigen? Hatten sie vor ihn ins Weltall zurückzuschießen? Der Kapitän wollte den Countdown beginnen, denn davon verstand er was, da merkt er die Schwerelosigkeit. Er stieg aus dem Sack. Der Kapitän erschrak. Er befand sich an Bord seiner Rakete. Zwar erkannte er die blinkende Konsolen nicht wieder, die seien bei allen Raumschiffmodellen gleich, flunkerte er, aber er erkannte das riesige Kirschkernkissen des blinden Besatzungsmitgliedes. Der Elefant schlief unruhig und hatte es deshalb als einzigen Ausrüstungsgegenstand an Bord gebracht. Was sollte er nun tun? Wie sollte er DAS nun erklären…

Damian Paderta
Damian Paderta
Webgeograph & Digitalberater