Die Top 400 Universitäten der Welt

Mapping the Times Higher Education’s top-400 universities

Beschreibung

Diese Karte zeigt die Standorte der weltweiten Top-400 Universitäten (nach Times Higher Education) rangiert. Sie veranschaulicht auch den relativen Reichtum des Landes der jeweiligen Universität.

Daten

Die Karte verwendet Daten aus dem World University Rankings 2013-2014, veröffentlicht von der Times Higher Education in Kooperation mit Thomson Reuters. Dreizehn Indikatoren, die Lehre, Forschung. Wissenstransfer und internationale Ausrichtung messen, wurden berücksichtigt. Jede Universität wird als Quadrat dargestellt. Die Einkommensgruppe werden in Graustufen dargestellt. Die Einteilung erfolgte  in vier Einkommensgruppen mit hohem Einkommen (BNE pro Kopf von> $ 12.616), die obere Mitte ($ 4.086 – $ 12.615), niedrigem bis mittlerem Einkommen ($ 1036 – $ 4085) und niedrigen Einkommen (< 1.036 $). Die Kategorie  mit niedrigen Einkommen wird aus dieser Karte ausgeschlossen, weil nicht eine der 400 Universitäten in einem Land mit niedrigem Durchschnitts-einkommen liegt.

Die Universitäten sind nach Weltregionen gruppiert. Der Äquator wird als rote Linie in Richtung der Unterseite der Karte dargestellt. Einige Universitäten sind weiter in Metropolregion geclustert. Die Cluster wurden mit der DBSCAN (Dichtebasierten Cluster-Algorithmus) errechnet. Wegen der Kompaktheit vieler europäischen Städten und um aussagekräftige Definition von Metropolregionen zu erreichen, wurde desweiteren einige Cluster manuell verfeinert.

Aussage

Die ersten Feststellung ist, dass sich die meisten der weltweit Top-Universitäten in den reichsten Länder der Welt befinden. Allein der Greater London Cluster, ohne Oxford und Cambridge, enthält die gleiche Anzahl von Top-400-Universitäten wie alle von afrikanischen Länder im Subsahara, dem Nahen Osten und Lateinamerika zusammen.

Nicht nur, dass keine Länder mit niedrigem Einkommen in der Rangliste vertreten sind, sogar Indien ist als einziges Land im unteren mittleren Durchschnittseinkommen vertreten. Lateinamerika und Afrika südlich der Sahara stellen  jeweils drei Universitäten, die alle sechs Ländern mit oberen bis mittleren Einkommen (d.h. Brasilien. Kolumbien und Südafrika) liegen. Diese elf Elite-Universitäten in Indien, Lateinamerika und Afrika südlich der Sahara, stehen einer Bevölkerung von über 2,7 Milliarden Menschen gegenüber. Das Ranking umfasst auch zehn Universitäten in China, einer der Staaten mit oberen-mittleren Einkommen.  Im Einzugsgebiet  von mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern und sieben weitere Hochschulen aus der gleichen Einkommensgruppe finden sich  fünf in der Türkei, eine im Iran und eine in Thailand. Die restlichen 34 asiatischen Universitäten die in das Ranking aufgenommen werden meist in dicht besiedelten (und wohlhabende) Städten wie Hong Kong, Seoul, Taipei, Tokio und Singapur verortet

Der Nahe Osten und Nordafrika zeigt auch eine relativ konzentrierte Geographie der Elite-Universitäten. In dieser Region entfallen  sechs Universitäten, drei davon sind in Israel, zwei in Saudi-Arabien und eine im Iran. Ozeanien ist interessanterweise die größte Region der Welt (gemessen an der Zahl der Top-Universitäten) unterhalb des Äquators. Alle Top-400-Universitäten in dieser Region sind entweder in Australien oder Neuseeland mit zwei großen Clustern in Melbourne und Sydney. Fast die Hälfte der Top-400-Universitäten befinden sich in Europa, über ein Viertel sind in den Vereinigten Staaten. Nordeuropa und der Ostküste der USA sind die Heimat einiger der größten Universitäts-Cluster: vor allem im Großraum London und Boston.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass es zehntausende von Universitäten gibt, die auf dieser Karte nicht dargestellt werden. Aussagen über mögliche Potenziale oder die weltweite Praxis der Hochschulen zu treffen, ist damit nicht möglich. Dargestellt ist eine sehr ungleiche Geographie der Elite-Ausbildungsorte. Die Universitäten in den Top-400-Liste zeigt nicht einfach  eine übermäßige Akkumulation von Macht, Ressourcen und Einfluss, sondern auch wie diese sie in bestimmten Teilen der Welt aktiv produziert und reproduzieren wird.

 

Damian Paderta
Damian Paderta

WebGeograph