Kreatives Denken – konstruktives Fühlen

Kreatives Denken - konstruktives Fühlen

Warum Reizlawinen, jonglierende Spinner, Korrektive auf der Schulter, Eremitenhöhlen und die dreiohrige Katze, keine Erscheinungen einer Geistesstörung, sondern leicht begreifbare Metaphern für die Bremsen und Antriebe kreativer Arbeit sind, soll folgender Text erklären.

Die Beschäftigung mit den eigenen Gedankenstruktur- und Prozessen ist keine bloße Gehirnakrobatik realitätsferner Hobbypsychologen oder Stammtischphilosophen. Deine Gedanken strukturieren Deine Hirnmasse und sind damit ein Bestandteil physischer Realität. Besonders für Menschen, die ihre mentale Offenheit kultivieren möchten oder deren Profession ständig die Produktion von Neuem verlangt, werden sich zu früher oder später mit eben diesem Thema beschäftigen.

Die Produktion eines guten Textes zum Beispiel, ist ein äußerst komplexer und gleichzeitig störanfälliger Prozess. Er beansprucht das Gehirn auf besondere Weise. Setzt man bestimmte Strategien, Strukturen und Methoden bewusst ein, kann die Produktion von neuen Ideen und den daraus entstandenen Medien als erlernbares Handwerk betrachtet werden. Denn es gilt: Kein Mensch ist unkreativ! Auch wenn Manche dies aus falscher Bescheidenheit oder mangelnden Ehrgeiz annehmen. Kreativität lässt sich erlernen und fördern und darum geht es in diesem Text.

Originell um jeden Preis?

Neues entsteht immer aus den Fragmenten des Alten, Dagewesenen und Bekannten. Eine schöpferische Leistung „aus sich heraus“ ist nicht möglich, auch wenn der Genius der vergangenen Jahrhunderte genau das suggeriert: Das Genie als ein über das normale Maß hinaus talentierte Wesen mit göttlicher Eingabe. Von Geburt aus mit Superkräften ausgestattet und sind seine Leistungen auch mit den größten Anstrengungen für Normalsterbliche nicht zu erreichen. Falsch.

Ganz gleich ob im Beruf oder in der Freizeit; wir sind häufig mit der Aufgaben konfrontiert, Neues zu erschaffen. Dabei spielt es in erster Hinsicht ein untergeordnete Rolle, ob ein Bild gemalt, ein Text geschrieben, eine Skulptur gemeißelt, ein Musikstück geschrieben oder ein Film gedreht wird. Wir möchten etwas kreieren, was sich von Anderem unterscheidet und etwas Eigenständiges darstellt. Doch häufig fühlen wir uns mit dem Anspruch von Originalität überfordert. Ein gute Nachricht: Originalität wird überschätzt. Dein Schaffen muss anfangs nicht in dem Maßen originell sein, wie du vielleicht denkst. Dieser Anspruch stört eher, als dass er antreibt. Bevor es zu den Methoden der Kreativitätssteigerung geht, lohnt ein Blick auf eine spezielles Form unseres Denkens.

Am Anfang war das Gehirn – rly?

Denkprozesse haben nichts mit Fließbandarbeit zu tun. Warum behandeln wir uns als wie ein Fließbandarbeiter? Unser Gehirn verbringt Höchstleitungen beim Verfassen von Texten oder Komponieren von Musikstücken, selbst wenn uns das Ergebnis eher als mittelmäßig erscheint. Doch wie in einer Werkstatt mit vielen Handwerkern, die alle gleichzeitig an einem Werkstück arbeiten und sich dabei in die Quere kommen, entstehen hier manchmal Chaos und Verwirrungen in unserem Kopf.

Der Grund für dieses Durcheinander sind unsere zweigeteilten Denksysteme für unsere Sprache: In einem System lagern Konzepte, Idee und Strukturen im anderen Wörter, Satzfragmente und Textbausteine. In drei Phasen entsteht aus diesen Fragmenten ein Text: Umherschwirrende Gedanken werden versuchsweise in noch unverständliche Sprache zusammengefügt. In der nächsten Phase werden Sätze und Satzteile auf Grundlage von Semantik, Grammatik und Rechtschreibung geformt und dann niedergeschrieben. So zumindest die Theorie.

Diese Phasen der Textproduktion sind aber keineswegs so linear und geordnet wie es den Anschein hat. Häufig gibt es zwischen den Phasen Kommunikationsstörungen und die Prozesse verheddern sich, wenn die Instanz in der letzten Phase zu früh beginnt oder dominiert. Dann geht meist nichts mehr.

An dieser Stelle ist wichtig zu unterscheiden: Schreibe ich in einer mir bekannten Textgattung, nach einem bestimmten Schema? Oder ist dies noch völlig offen und ich versuche meine Gedanken zu strukturieren – welches Format oder gar Medium dabei herauskommt, ist mir nicht wichtig? Ist Ersteres der Fall, so muss ich mir Gedanken zur verbesserten Strukturierung meiner gedanklichen Prozesse machen. Im zweiten Fall versuche ich meine Kreativität und die Erzeugung von Neuem zu pushen.

Kreativität fängt da an, wo der Verstand aufhört das Denken zu behindern

Denken ist ein rational, emotionaler und intuitiver Prozess. Dabei ist die Entscheidung, welche Informationen, die wir über unsere Sinne erhalten, ins Bewusstsein rückt, ein vorwiegend intuitiver und emotionaler Prozess. Die Trennung zwischen diesen Prozessen ist jedoch nicht so einfach möglich, wie wir es uns vorstellen. Möglich ist aber, die jeweilige Dominanz der Prozessarten auf unser Denken zu beeinflussen. Beim Schreiben stehen uns zwei Antagonisten zur Seite: die eine Seite für Logik, Analyse und Abstraktion und die andere für Emotionen, Assoziationen und Intuitionen.

Neben dem Gehirn als Ort des Denkens, Fühlens und der Steuerung spielt der Magen-Darm-Trakt, der mit einem eigenen Nervensystem ausgestattet eine wichtige Rolle: Abermillionen vernetzter Neuronen kümmern sich dort um Bakterien, die wiederum Einfluss auf unsere Gefühle, unseren Charakter und unsere allgemeine Gesundheit nehmen. Dieses Bauchhirn soll aber an dieser Stelle nicht näher beleuchtet werden. Klar ist, dass auch dieses System und deren Einflussgrößen Beachtung finden sollte, möchte man seinen Körper in eine möglichst günstigen Zustand z. b. durch die passende Nahrung versetzen um mit ihm kreativ arbeiten zu können. Richten wir den Fokus wieder auf das Denken im Kopf.

Das Denken lässt sich schwer denken, eher reflektieren – aber das ist ein philosophisches Problem. Beide Seiten des Denkens müssen miteinander einigermaßen harmonieren, um uns die Erstellung z.B. eines Textes zu erlauben. Unsere Sprache wird auf der logischen Seite unseres Gehirns verarbeitet, sprachlicher Ausdruck wie Witz oder Ironie wird auf der anderen Seite erst ermöglicht. Einfach ausgedrückt: ein guter Text entsteht aus dem Zusammenspiel des Kritikers und des Spinners. Äh – Mit wem?

Der Kritiker und der Spinner

Das lange Zeit existierende geltende Links-Rechts-Schema des Gehirns ist wissenschaftlich nicht ganz korrekt. Daher spreche von der Seite, die Ideen generiert und etwas chaotischer veranlagt ist, als „Spinner“. Der Denkzustand des Spinners ist tendenziell unlogisch, fanatisch bis fantastisch und mit einem Rubix-Spieler ohne Vorannahmen über die Konsequenzen seines Handelns zu vergleichen. Er ist ein Jongleur von Bedeutungsfragmenten. Er wirft die Bälle in die Luft und beobachtet in spielerischer Erwartungshaltung was mit ihnen passiert. In diesen Zustand versuche ich mich zu versetzen, um Ideen zu generieren oder einfach nur eine gute Zeit zu haben. Schließlich bin ich keine Maschine, die mit einem Produktionsauftrag auf die Welt gekommen ist.

Dieser Zustand mag Vielen bekannt vorkommen, etwa wenn wir Witze erzählen (die Guten) oder bei anregenden Gesprächen wo „eins zum anderen kommt“. Einige haben ihre Affektkontrolle während der Adoleszenz oder während dem Job so erfolgreich optimiert, dass sie zu derlei Spinnereien keinen Zugang mehr finden und große Hemmungen entwickelt haben, ihre Fantasie zu bemühen.

Der Spinner braucht noch jedoch einen Gegenspieler, der die vom Spinner generierten Gedanken bewertet und in die richtige Form bringt. Ich nenne ihn den „Kritiker“. Beschränkt sich der Kritiker im allgemeinen Sprachgebrauch auf die Bewertung einer Sache, so kann dieser Kritiker weit mehr: er plant, greift auf Erfahrung zurück, bringt Logik ins Spiel und strukturiert die vom Spinner ins Feld geworfenen chaotischen Fragmente. Die Ideen und Assoziationen stammen also anfangs vom Spinner, die Analyse und korrekte Einordnung werden im Anschluss vom Kritiker vorgenommen. Doch diese Abfolge ist nicht immer von Harmonie geprägt. Oft genug konkurrieren der Kritiker und der Spinner um die Dominanz.

Unsere Kreativität versiegt, wenn wir den Kritiker dominieren lassen und den Spinner schneller den Mund verbieten, als er uns mit neuen Spinnereien füttern kann. Rational ausgerichtete Umgebungen und analytische Mitmenschen oder ein pedantisch aufgeräumter Raum, können diesen Kritiker in uns zusätzlich verstärken. Ein guter Arbeitsfluss entsteht dann, wenn der Kritiker und der Spinner, die Analyse und die Intuition, in einem bewussten Wechselspiel das Zepter in der Hand halten.

Das Korrektiv auf der Schulter

Zu verstehen wie andere Menschen denken und quasi durch ihre Denksysteme „hindurchzudenken“, stellt eine enorme Bereicherung unseres eigenen Denkens dar. Lehrerinnen, Mentorinnen, Vorbilder und Meinungsführer in unseren Peer-Groups sitzen uns, bildlich gesprochen, oft auf der Schulter und beeinflussen unser Denken. Das erlaubt uns, weitere Perspektiven außerhalb unserer eigenen, eingeschränkten einzunehmen. Dieses mentale Korrektiv kann uns aber auch hemmen und unsere Selbstzweifel nähren. Wenn wir ihnen zuhören, tritt häufig auch unser innerer Kritiker auf den Plan. Die Kreativität sinkt. Jeder kennt in seinem Kollegen- Freundes- oder Bekanntenkreis einen Skeptiker oder einen Analytiker, der uns durch seine Angewohnheit, alles zu zerreißen und dies als konstruktive und neutrale Kritik versteht, und uns damit mehr hemmt als wirklich hilfreich ist.

Im professionellen Bereich ist es oft der Vorgesetzte oder Kunde, der einen allgemeinen Kommentar abgibt. In dieser Beziehung fällt es nicht gerade leicht zu sagen: Bitte keine allgemeine Kritik, sondern Verbesserungen im Detail: Was kann wo genau verbessert werden? So ähnlich wie bei einem Fußballspiel, verstehen es Millionen bierbäuchige Kritiker eine allgemeine Beurteilung zu einem Spiel abzugeben. Gleichzeitig ist die Zahl derer, die für einen Trainer- oder gar Spielerposten in Frage kommen, verschwindend gering. Suche Dir also Deine Kritiker aus, bevor sie Dich aufsuchen. Dass Du Dir keine Claqueure anlachen solltest, versteht sich von selbst.

Ebenso mit verhält es sich mit dem Einholen von Meinungen: die politischen Sphäre ausgenommen, solltest Du bei der Einbindung Dritter, sei es auch nur um ein Feedback zu bekommen, weniger wert auf Meinungen statt auf Verbesserungen legen. Eine Meinung ist kaum halb so viel wert wie eine konkrete Verbesserung. Aus Restaurantkritikern oder Musikrezensenten sind noch nie herausragende Köche oder Musiker entstanden. Experten und Erfahrene – sie sind gute Ratgeber zum Alten und bereits Bestehenden. Aber nicht zwingend auch zum Neuen und Andersartigen.

Sie haben Recht, weil ihre Annahmen bereits in der Vergangenheit bewiesen wurde. Sie könne dir nur bedingt weiter helfen. Eher sind sie dir im Weg. Ähnlich verhält es sich mit Menschen, die zwar auf irgendeine Weise sehr schöpferisch sind, gleichzeitig mit der permanenten Angst leben, die scheinbaren Geheimnisse ihrer Schaffens preiszugeben, mit dem Grund, ihre geniale Idee könnte von dir gestohlen werden. Auf dieser geistigen Landstraße können keine Rennen gefahren werden. Nur mit Glück findest Du bei Menschen mit dieser Geisteshaltung Inspiration und Austausch. Sie werden besser darin sein sich selbst zu gefallen, als sich gemein mit einer Idee zu machen, die originär nicht von ihnen stammt. An dieser Stelle können sie dir gestohlen bleiben.

Es geht also nicht um Wahrheit oder Recht, sondern darum, Deinen inneren Kritiker nicht zu verstärken und Deine Kreativität trotz des Meinungs-Potpourris von Kritikern und Meinungsmachern zu bewahren. Die vielbeschworene „Weißheit der Vielen“ ist nur in Belangen von Tatsachenweißheiten eine konstruktive Kraft. Ein neuer Gedanke oder einem neuen Werk ergeht es wie dem Diamanten, der sich nach etlichen Schliffen durch die „Dummheit der Vielen“ als eine unförmige Kohlenstoffkugel wiederfindet, bei der es am Ende alle nur „gut“ meinten und keiner mit dem Resultat was anfangen kann. Mehr Teilhabe heißt in diesem Fall also oft ein schlechteres Ergebnis.

Schaffe die Kritiker ab oder rede mit Ihnen, welche Art der Kritik du für Dich als sinnvoll erachtest. Als Gegenmaßnahme kannst Du Dir das Korrektiv auf die Schulter bitten, das Deine Stärken betont, einen inhaltlichen Gegenspieler statt des Zauderers darstellt und Dich mental unterstützt. Solltest Du dadurch zum Narzisst werden, sei unbesorgt: Diese Persönlichkeitsstörung hat keine negativen Auswirkungen auf Deine Kreativität. Prominente Beispiele dafür kennst Du sicher genug.

kreativ

Der Kommandant im Kopf

Manche Menschen arbeiten sich gut an einem Regelwerk an Ge-und Verboten ab. So ein Regelwerk sollte zwar nicht die erste Wahl sein, weil es uns den Kritiker bereits in der Phase der Spinnerei vorwegnimmt, aber erlaubt sei was hilft. Hier am Beispiel von Textarbeit:

  1. Redigiere am Schluß! Verbiete Dir bei der Textarbeit zu scrollen und zu korrigieren! Das hemmt den Schreibfluss und führt schlimmstenfalls zu Schreibstörungen.
  1. Hör auf zu relativieren und Dein Werk zu verwissenschaftlichen! Man kann a) alles anders sehen und b) es wurde noch keine Wahrheit in Stein gemeißelt. Wenn Du keinen Absolutheitsanspruch formulierst ist es vollkommen okay, wenn es gute Gründe gibt Deine Ansichten nicht zu vertreten. Ändere während der Textproduktion deine Ansicht nicht. Sei Dir selbst in dem Ziel klar, sonst mäandrierst du zwischen mehreren Polen und Deine Kreativität sinkt.
  1. Stehe zu deinem Stil – Gedanken ans Marketing tötet den Spinner! Ja, es geht noch besser und die Meister spielen besser Flöte als Du. Wenn Du deine Herzensprache verlierst, verlierst Du Persönlichkeit, Stil und letztlich auch Teile Deiner Kreativität. Alle Schaffenden, die ihre Dienste einem Arbeitgeber unterstellen, gehen diese Gefahr der „Zugänglichmachung“ oder besser gesagt: der „Trivialisierung durch kommode Sprachglättung“ ein. Ein guter Text ist mehr Schnaps als Lutschbonbon. Inhaltsloser Sprechen der keinem weh tut und von jedem stammen kann, gehört zu den Geschicken einer anderen Zunft, die stärker auf Zuspruch als auf Erkenntnisgewinn aus ist.Wenn Du zu Deiner Schreibstimme nicht stehst und versuchst dem Kunden oder Arbeitgeber gleich zu sprechen oder zu schreiben, verlierst Du deine dich auszeichenende Kraft. Du kannst leicht ersetzt werden. Weiterhin wirst Du ständig Gedanken- und Schreibblockaden ausgesetzt sein. Du versuchst jemand anders zu sein und das verbraucht viel Energie. Außer Du bist ein Chamäleon das sich in fremden Umgebungen stärker adaptiert als strukturiert. Dann bist du vielleicht sehr performant und sozial kompetent, deinen Stil findest Du durch diese gesellschaftliche Gleitgel-Taktik wohl kaum.

Das Umfeld

Eine schwedische Schulweisheit besagt: „Ein Kind hat drei Lehrer: Der erste Lehrer sind die anderen Kinder, der zweite Lehrer ist der Lehrer und der dritte Lehrer ist der Raum.“ Da wir die ersten und zweiten Lehrer bereits abgearbeitet haben, wenden wir uns dem dritten zu: dem Raum. Unseren Intellekt wird mit einem Text wie diesem meist mehr befriedigt als unsere Intuition und Emotion. Aber besonders Letztere werden selten konstruktiv und zielgerichtet durch unsere Umgebung stimuliert. Dabei kann bereits im Umfeld einiges dafür getan werden, um schöpferisch zu denken und konstruktiv zu fühlen. Warum bekommt die Ästhetik der Umgebung in der wir Sterben und Faulenzen (ordentlicher Friedhof mit schönem Sarg & kinderfreies Hotel im Pauschalurlaub) mehr Aufmerksamkeit als die Orte, in denen wir täglich Leben und Arbeiten (zweckmäßige Häßlichkeit der Wohnung und staubige Yucca-Palmen-Büros im suizidalen grau-beige Ton)? Es geht nicht darum ein paar Bilder aufzuhängen oder den Rollschrank systematisch neu zu ordnen. Aber auch.

Ein ordentlicher Eremiten-Arbeitsplatz

Du arbeitest auf dem Arbeitsplatz und der Arbeitsplatz mit Dir. Ein reizarmer Arbeitsplatz ist wichtig, wenn Du Dich konzentrieren musst. Es versteht sich von selbst, dass jegliche Geräte mit Internetzugang entweder lautlos oder offline geschaltet sind. Falls diese Geräte bzw. das Netz zu Deiner Arbeit gehören, überlege wie Du alle Benachrichtigungen unterdrückst. Sie dürfen nicht Teil Deiner Arbeit sein. Zu dem Wühlmausmodus habe ich bereits an anderer Stelle geschrieben. Jede aufmerksamkeitsheischende Instanz behindert den Prozess: egal ob Maschine, PartnerIn oder Katze. Ordnung und Minimalismus sind hier das Zauberwort. Das bedeutet nicht, in einem leeren weißen Raum zu arbeiten, aber eine gewisse Grundordnung und Ablenkungsfreiheit sollte garantiert sein.

Besonders herumliegendes Material anderer Arbeiten, sollte außer Sichtweite liegen, um Dich nicht von der jetzigen abzulenken. Als durchaus sinnvoll hat sich bei mir erwiesen, auf der zweiten Ablage einen Block oder Tablet (offline) für Geistesblitze oder „Kollateralideen“ bereitzuhalten. Am besten steht die Ablage im rechten Winkel zum Arbeitsplatz, so dass sie schnell erreicht, aber nicht unmittelbar im Sichtfeld liegt. Denn manchmal verlässt der Spinner den vorgegebenen Weg und generiert Ideen für andere Projekte.

Ein unordentlicher Trödel-Arbeitsplatz

Ein einseitige Vorgabe wie der perfekte Arbeitsplatz auszusehen hat passt in das Spinner-und-Kritiker-Konzept natürlich nicht. Es braucht zum ordentlicher Eremiten-Arbeitsplatz selbstverständlich ein Gegenentwurf. Am autistenfreundlichen Eremiten-Arbeitsplatz fehlt jegliche Zerstreuung und Inspiration. Alles ist auf die Arbeit – die EINE Arbeit fokussiert. Der Trödel-Arbeitsplatz sieht anders aus: Ein großer Raum mit hohen Decken, zugestellt mit zumeist unzusammenden Artefakten menschlicher Kultur – stillos und keiner höheren Ordnung folgend. Vielmehr eine Hommage an die konstruktive Kraft des Chaos. Ein Kind des Zufalls und der Übertreibung.

Orte wie diese, finden sich vor allem dort, wo Individuen mit ausgesprochen unangepassten Ordnungs- und Strukturverständnis ihre materielle Umwelt bestimmen. Trödelläden, Second-Hand-Läden, private Sammlungen, Basare oder Schrottplätze können solche Ort sein. Ein Überfluss an Reizen verbunden mit einem permanenten Gefühl der Unordnung und Überraschung. Es macht selbstverständlich wenig Sinn ein solches Chaos nachbauen zu wollen. Falls man selbst keine Veranlagung hat Chaos zu verbreiten, können solche Orte entstehen, wenn viele Personen unabhängig wirken und diesen Ort mit ihrer zufälligen oder bewußt gewählten Ordnung beschreiben können. Kinder sind dafür besonders prädestiniert.

Vor allem ein Chaos von unterschiedlichen Informationsträgern wie Poster, Bücher, Flyer, Broschüren, Fotoalben oder Vinylscheiben stellen ein Ort der Inspiration dar. Sammlungen mit gängigen Ordnungssystemen wie Bibliotheken, Plattengeschäfte, Museen oder klassische Austellungsräume, fallen nicht direkt darunter, können aber dennoch Impulse liefern. Es bleibt wohl Wenigen der Luxus vorbehalten, solche Orte in der eigene Wohnung oder im eigene Haus verwirklichen zu können. Mit etwas Glück finden wir sie aber in unserer unmittelbaren Umgebung und können in diesen scheinbar ziellos flanieren und eine Ecke zum Arbeiten finden.

Regelmäßige Reizlawinen

Falls Du Dich an Deinem Arbeitsplatz eingerichtet hast und einen Sturm von Geistesblitzen erwartest, wirst Du entweder enttäuscht sein oder zu den Ausnahmen gehören, die ohnehin keine Blogs lesen und lieber Gedankenachterbahn fahren. Inspirationen erfährt der Textschreiber nicht allein durch andere Texte und der Maler nicht durch das Betrachten sämtlicher Kunstwerke einer Epoche, sondern auch durch die Stimuli mit neuen Sinneserfahrungen. Dem Geruch der Gobi-Wüste wird man auch nach dem Lesen des zwanzigsten Reiseblogs nicht näher kommen. Wie John Dewey sagte: Ein Gramm Erfahrung ist besser als eine Tonne Theorie, weil jede Theorie nur in der Erfahrung lebendige und der Nachprüfung zugängliche Bedeutung hat. Die Erfahrung auf einem Schrottplatz gearbeitet zu haben ist wesentlich reichhaltiger, als eine vergleichende Studie über Altmetallverwerter in Deutschland im Jahre 2015 zu lesen. Nicht SOGAR sondern BESONDERS für Intellektuelle.

Bist Du dagegen ein hoffnungsloser Hodophobiker, dann gibt es weniger spektakuläre, aber die Sinne herausfordernde Möglichkeiten in Deiner unmittelbaren Umgebung: olfaktorische Reize findest Du z.B. beim bewussten Einatmen der Biotonne oder bei einer Runde durch alle Drogerien und Parfümerien der Stadt. Als kleiner Anfang für diejenigen, die nun gar nichts mehr Unvorhergesehenes wagen. Friedrich Schiller empfand den Geruch faulender Äpfel in seiner Schreibtischschublade beim Schreiben hilfreich. Gezielt dosierte Stimuli bereichern uns und unsere Kreativität.

Das Netz ist dagegen ein sehr reduzierter Erfahrungshorizont. Hier gibt es sehr schmalbandige Stimuli, aber dafür in hoher Kadenz und breiten Salven. Kontrollsüchtige Masturbatoren finden hier dagegen eine inspirierende Umgebung. Soziale Netzwerke tendieren zu Selbstbestätigung und damit der Verfestigung von Annahmen über die Welt in den eigenen Peer-Groups. Wenig inspirierend. Sie sind eher Sensoren, aber nicht der Messgegenstand als solches den du brauchst. Besonders Internetmenschen, die durch regelmäßig und viel Zeit im Netz eine Blasiertheit gegenüber Stimuli des Netztes entwickelt haben, finden das Faszinierende und Stimulierende, nicht auf ihrem Monitor, sondern vielmehr vor ihrer Haustür. Vice versa gilt für den Schweinebauern ohne DSL-Anschluß: Das Netz ist ein wahnsinnig inspirierender Ort.

Trivialitäten abschalten und Banales genießen

Nach Gegenständen suchen, die Unterseite der übergelaufenen Kaffeetasse abwischen, das Fenster aufmachen. Eine Ordnung der Dinge nach ihrer Wichtigkeit, erspart eine ständige Neuorientierung und den Fokusverlust. Dagegen kann sich in der Pause ausgiebigste mit der Maserung eines Bleistifts befasst werden. Das hilft uns nach Phasen der Konzentration zu zerstreuen. Nach getaner geistiger Arbeit kann die Regeneration dadurch erfolgen, indem wir unsere vernachlässigten Sinne stimulieren.

Bei Textarbeit am Rechner bedeutet dass beispielsweise die Nase in die Kaffeedose zu stecken oder seinen Lieblingssong abzuspielen und eine Runde zu gehen. Affektive Bewegungen und das Erfinden neuer Tanzstile oder weitere nicht gewohnte, sensorische Reize wie das Pieksen mit einem spitzen Gegenstand im Gesicht und Handinnenfläche, können eher in gesellschaftlicher Abwesenheit vollführt werden und wirken etwas geistesgestört. Doch sie dienen dem Zweck den Körper zu stimulieren und das Bewusstsein zu schärfen. Mit dem Stuhl kippeln, Grimassen schneiden und zur zufällig laufenden Automusik vor dem Fenster zu tanzen, also alles was in der Schule gerne unterdrückt wurde, kann merkwürdige Blicke der Kollegen nach sich ziehen, dient aber vor allem dazu, die Intution und das Bauchgefühl in den Vordergrund und die Affektkontrolle in den Hintergrund zu stellen. Die Lehrerin mit dem Batik-Shirt hatte damals also gar nicht Unrecht. Do it!

Ideengeneratoren

Bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts galt es unter Musikern als besonders schick, wenn ein anderer Musiker die eigenen Stücke verwendete. Ein Art des Tributs. So wurden sie bekannter. Viel später erst, wurde Plagiateur zum Schimpfwort. Dabei geht es nicht darum, ein Werk identisch zu übernehmen und die Signatur auszutauschen, sondern Werke als Basis für neue Schöpfung zu nehmen oder einfach neu zu remixen, wie es im Mashup gebräuchlich ist. Ein sehr unlustiger Komiker hatte mal behauptet, dass man gute Ideen daran erkennt, dass sie geklaut werden. Auf eine anderen, der eigentlichen Intention nicht folgenden Auslegung, hat er sogar Recht: In den meisten Fällen entsteht Neues durch die zufällig entstellte und weiterverarbeitete Kopie einer bereits vorhandenen und für gute befundenen Idee. Nicht durch die Perfektion der Nachahmung, sondern der Weiterentwicklung bestehender Konzepte und Werke entsteht aus der Kopie ein Original.

Konzentriere Dich nicht darauf, etwas völlig Neues und Einzigartiges zu erschaffen, auch wenn Dein Ego danach dürstet, sondern versuche es durch eine unperfekte Nachahmung im Groben und einer fortlaufenden Veränderung im Kleinen. Deine mangelnden Fähigkeiten, immer wieder angewendet, erzeugen dass, was man gemeinhin als „Stil“ bezeichnet. Die Techniken die Du bei der Nachahmung erlernst, befähigen dich deinen eigenen Impulsen zu folgen, ohne dich weiter auf die Technik konzentrieren zu müssen.

Doch zurück zum Denken. Wie kriegen wir neue Ideen auch dann zustande, wenn wir uns trotz guter Bedingungen leer fühlen?

Brainstorming mit Kollegen aus der Abteilung? Ne, lass mal!

Jeder kennst das Prinzip des Brainstormings: es wird in der Gruppe assoziiert was das Zeug hält und hintenrum kommt selten was wirklich Neues raus. Das Brainstorming scheitert oft daran, dass die Teilnehmer nicht einfach aus ihrer Rolle schlüpfen können: dem Vorgesetzte oder besserwisserischen Kollegen, der oft in der Rolle des gefürchteten Kritikers in der logischen Gedankenwelt verharrt, ist der Spinner als Motor des Zufalls, keine geschätzte Rolle. Das Ergebnis sind leichte Spinnereien innerhalb eines schmalen Korridors. Zudem sei angemerkt, dass in stark hierarchischen und kontrollintensiven Arbeitsumgebungen, Kreativität so gut gedeiht wie Wasserlilien auf Asphalt. Das Brainstorming als Methode ist nur dann sinnvoll, wenn die Akteure ihre Rolle als „Kritiker“ verlassen sollen, können und dürfen.

Gevatter Zufall

Die meisten guten Ideen entstehen nicht dadurch, dass man sie „will“ sondern oft durch Zufall. Doch wie lässt sich der Zufall strukturieren? Das Prinzip des „Gevatter Zufall“ beruht auf Quantität. Das bedeutet dass in einem spontanen Setting eine schiere Masse an Ideen erzeugt wird. Je wahnsinniger und abstruser desto besser. Zusammenhänge generieren! Die Qualität spielt ein untergeordnete Rolle. Masse ist wichtig. Querverstrebungen zwischen nahe liegenden Ideen ziehen! Paare suchen! Überflüssiges löschen! Weiterspinnen! Ich habe oft festgestellt, dass es gesunden, erwachsenen Menschen oft schwer fällt, spontan eine große Menge an kuriosen und aberwitzigen Zusammenhängen zusammenzustellen. Je logischer und damit rationaler sie in ihrem Denken sind, desto schwerer fällt es ihnen. Dabei sind die guten und sinnvolleren Ideen, das willkommene Nebenprodukt dieser geistigen Übung. Eine drastischere Version des Gevatter Zufall ist der Einsatz von Zufallsgeneratoren, dazu noch mehr in einem anderen Beitrag.

An dieser Stelle möchte ich zwei kurze und sehr einfache Methoden beschreiben, die sich zwar an einem grafischen Beispiel orientieren, sich aber auf jede Art von schöpferischer Arbeit übertragen lassen. Sie eignen sich vor allem für das Problem des „weißen Blatt Papiers“ – also dem Zustand von Ideenlosigkeit und der Abwesenheit jeglichen Ausgangsmaterials. Es geht vor allem darum den Anfang in einer völlig unkreativen Phase zu finden. Beide Methoden ähneln sich, sind in einem entscheidenden Punkt aber unterschiedlich.

In der ersten Methode geht es um eine fortwährende Veränderung, bei der zweiten um die fortwährende Negation der Attribute des Ausgangsmaterials. Vorab ist es also wichtig, sich im durch Gevatter Zufall generierten Pool an Material, einen Bedeutungszusammenhang oder eine Bedeutungsstruktur, auszusuchen und mit den folgenden Methode zu bearbeiten. Bei der Erzählung können die Plots von z.B. „Die Schule der Libertinage“ und „Susi und Strolch“  – bei der Grafik z.B. die Illustrationen einer „Katze“ und „Raupe“ als Grundlage dienen.

Metamorphose einer Raupe

Die erste Methode, die ich vorstellen möchte, ist die Metamorphose einer Raupe. Um die Spannung vorwegzunehmen: Sie wird sich nicht, wie vermutlich jeder erwarten würde, in ein Schmetterling verwandeln, sondern in eine Wesen. Unser Erwartung ist das Produkt unserer Erfahrung, also unserer Vergangenheit. Wer Neues oder Unbekanntes schaffen möchte, bewegt sich vorwiegend auf dem Pfad des Unerwarteten und vorläufig Kontraintuitiven.

Zurück zur Raupe. Woraus besteht im einfachsten Grunde eine Raupe? Aus einem Kopf ohne sichtbaren Mund, symmetrischen Körpersegmenten mit jeweils einem Beinpaar und einem Endsegement. Die Farben können variieren, bewegen sich jedoch meistens in Grüntönen. Nun nehme ich mir jedes dieser Attribute vor und kehre es in sein Gegenteil:

  1. Der Kopf ohne sichtbaren Mund wird dem restlichen Körper in der Breite angeglichen und ein gut sichtbares Maul wird hinzugefügt.
  2. Dem segmentierten Körper der Raupe entnehme ich die spezifische Struktur und behalte die Grobstruktur eines Rohres.
  3. Füge den den Beinpaare zusätzliche Gelenke hinzu, sodass ein Wirrwarr an Gliedern entsteht. Den Körper färbe ich zusätzlich noch blau.
  4. Ändere die Standposition. Die neue Wesen steht nicht waagerecht sondern senkrecht.

Aus der Raupe entstand durch die Änderungen der einzelnen Attribute nicht das Gegenteil einer Raupe, sondern ein anderes Wesen, welches im gröbsten Merkmal (schlauchförmiges Lebewesen) noch gewisse Ähnlichkeiten mit ihr besitzt. Diese Herangehensweise eröffnet Dir die Möglichkeit, Dich an bestehenden bedeutungsgeladenen Strukturen durch systematische Änderungen der Attribute der Struktur, neue Formen zu erschaffen. Auf diese Art fällt es nicht schwer, aus den abstrakten Merkmalen von z.B. Tieren, fantastische Wesen zu erfinden, ohne sie uns in Gänze und en Detail vorab vorstellen zu müssen. Diese Beispiel erscheint banal und das daraus geschaffene Objekt wird keinen Blumentopf gewinnen. Es dient als Veranschaulichung. Auf komplexe Strukturen angewandt, kann es durch seine Schlichtheit mächtig und hilfreich bei der Generierung von Ideen sein.

Die dreiohrige Katze mit dem rechteckigen Kopf

Die zweite Methode ist eine Abänderung der bekannten Umkehrmethode, bei der beispielsweise die Frage nach Verbesserungen von Workflows in einer Organisation, durch die Suche nach Verschlechterungen ersetzt werden. Ziel des Brainstorms ist als der komplette Stillstand der Organisation. Etablierte Denkmuster kommen bei dieser Methode nicht zur Geltung und stören nicht, weil die Umkehrung der Aufgabenstellung ungewöhnlich ist. Neue Ideen zu finden fällt dadurch leichter. Genauso wie es einfacher fällt, bereits Vorhandenes schrittweise abzuändern statt sich etwas vollkommen Absurdes vorzustellen.

Die Methode kann wie folgt abgespult werden. Beispiel: der Kopf einer Katze. Wechsel die Attribute in ihr Gegenteil! Denke dualistisch und diametral und in Gegensätzen!

  1. Was sind die hervorstechenden Merkmale Deiner Blaupause?
  2. Was macht den Kopf aus? Am charakteristischen sind die Außenlinien. Zwei Dreiecke auf einem Kreis. Ändere nun das Attribut von zwei auf drei! Das Attribut von Dreieck auf Quadrat!
  3. Das Gesicht und die Ohren der Katze vertausche ich funktional: die Ohren werden zu Gesichtern und das Gesicht zur Hörmuschel.

Nun, wenn Du jetzt ein Meisterwerk des Logodesigns erwartet hast, wurdest Du enttäuscht. Das dahinterliegende Prinzip ist entscheidend. Sieh Dich um – Du wirst irgendwann eine Brille auf der Nase sitzen haben, die die Dinge dieser Welt auf bestimmte Attribute reduziert und sie bis zur Unkenntlichkeit ihr Gegenteil kehrt. Im letzten Schritt fügst zu dem daraus entstanden chaotischen Monstrum ein Merkmal hinzu, das es plausibel macht. Für eine Geschichte bedeutet beispielsweise, einen völlig phantastischen Text (im Sinne von wahnsinnig) in eine bekannte narrative Struktur, wie das bekannte Märchen von Aschenputtel, zu setzen. Daraus entsteht zunächst sicher keine Weltliteratur, sondern eine grobe Skizze. Ein Anfang. Ein grober Umriss, den es noch weiter zu bearbeiten und verfeinern gilt.

Regel Nr. 1: Keinem Ratgeber folgen!

Artikel über Kreativität, das Denken an sich und die zehn besten Kreativitätstools von denen jeder gehört haben muss, finden sich auf unzähligen Blogs. Und das ist gut so. Sie sollten nicht als Konkurrenz und als Wettbewerb um die wirkungsvollste Methode oder das erfolgversprechendste Konzept verstanden werden. Eher als Anstoß, damit jeder selbst herausfinden kann, was wichtig und richtig für einen ist. Impulse und Anstöße sind wichtiger als vorgefertigte  Anleitungen.

Und jetzt stell Dir vor der Monitor wäre rund und du solltest eine passende Webseite für Kreismonitore layouten. Wie sähe die Navigation wohl aus?

Postskriptum: Wem das alles immer noch zu intellektuell erscheint, dem empfehle ich die Bestellung eines geeigneten Psychotropikum im Darknet und nach dem Konsum einen Text zu schreiben. Die sakrale Hochwertung der Gesundheit durch den Zeitgeist ist dagegen der schlechteste Berater für ein kreatives Schaffen und vor allem: Für ein buntes Leben.

Damian Paderta
Damian Paderta
Webgeograph & Digitalberater