Eine Stadt ist nicht nur ein Konglomerat von Baumasse. Viel wichtiger - und das ist was sie ausmacht - sind die Praktiken der Menschen, die in diesem benannten und identifizierten Raum leben und zusammenleben. Eine Stadt, deren Geschichte nicht in Entwicklung, Widersprüchlichkeiten und Ambivalenzen aufgezeigt wird, sondern in Erstarrung, Traditionalisierung und einer Abschottung gegenüber Veränderungen, droht permanent fixiert zu werden und genau das zu verlieren, was sie eigentlich ausmacht. Die moderne Stadt ist jedoch immer unvollständig, da ein "Endzustand" von Stadt weder möglich noch wünschenswert wäre. Die akzeptierte Verschiedenheit von Lebenstilen, Zufallsbegegnungen, emergente soziale Prozesse, Aushandlungsprozesse und Gegensätze machen ein Stadt aus. Sie machen sie lebenswert. Doch wie soll sie Aussehen und was kann man für eine grüne Stadt mit intelligenten BürgerInnen unternehmen? Einige Beiträge dazu.
12. Juni 2021

Was kann Civic Tech sein?

In einer Ära hitziger Rhetorik und spaltender Politik überrascht der Aufstieg neuer politischer Akteure, die an neuen Wegen zur Verbesserung der Regierungsführung interessiert sind, wenig. Wir gehen wählen, aber nicht, wenn wir glauben, dass unsere Stimme keine Rolle spielt. Wir engagieren uns ehrenamtlich, aber nicht, wenn die Non-Profit-Organisation, der wir unsere Zeit widmen anfängt, ihre Fähigkeit zu verlieren, Einfluss auf das Thema zu nehmen, dass uns am Herzen liegt. Menschen […]
1. Februar 2021

Hackathons besser machen

Der Hackathon-Spirit ist in den aufkommenden Formen der Peer-Produktion und der DIY-Kultur als auch in den Makerspaces und der urbanen Landwirtschaft zu finden. Er steckt in den wachsenden Openness-Communities im Zusammenhang von offenen Daten, offener Hardware, offener Biotechnologie, 3D-Druckern, Open Source Software und vielen anderen. Überall dort, wo Wissen und Ressourcen als Gemeingüter hergestellt, wo Dinge transformiert und auch entgegen ihrer urspünglichen Nutzungsweise verändert werden. Hackathons bieten Entwickler*innen eine einzigartige […]
28. April 2020

Demokratie oder die Herrschaft des Expertentums?

Wer ist in der Lage und Rolle das gesellschaftliche und individuelle Risiko der Covid-19-Pandemie zu vermitteln? Während der Corona-Pandemie standen dafür namhafte Virologen und Epidemiologen im Licht der Öffentlichkeit. Doch nicht nur sie. Auch andere Akteure, die ihre politisches Kapital aus dem geschickten Einsatz von Sozialen Medien verdankten katapultierten sich in den Diskurs um die Deutungshoheit der Pandemie. Die Corona-Krise erforderte massive Einschnitte in Bürgerrechten – einige sahen dadurch die […]
6. August 2018

Warum wir im öffentlichen Raum mehr als nur Rechte brauchen

Die Metropole bietet von Natur aus das, was sonst nur durch Reisen möglich ist, nämlich das Fremde und Eigenartige. Doch Metropolregionen inszenieren sich heute als Zentren des globalen Kapitalismus, mit ihren zentral platzierten Monumenten des Konsums und Finanzwesens, welche an die Stelle erschwinglichen Wohnraums oder Stätten öffentlicher Begegnung treten. Auf der Seite des Geldes wird städtischer Raum nach seinem Tauschwert, also Quadratmeterpreisen klassifiziert, während die Anwohner die Qualität von städtischem […]