Eine Stadt ist nicht nur ein Konglomerat von Baumasse. Viel wichtiger - und das ist was sie ausmacht - sind die Praktiken der Menschen, die in diesem benannten und identifizierten Raum leben und zusammenleben. Eine Stadt, deren Geschichte nicht in Entwicklung, Widersprüchlichkeiten und Ambivalenzen aufgezeigt wird, sondern in Erstarrung, Traditionalisierung und einer Abschottung gegenüber Veränderungen, droht permanent fixiert zu werden und genau das zu verlieren, was sie eigentlich ausmacht. Die moderne Stadt ist jedoch immer unvollständig, da ein "Endzustand" von Stadt weder möglich noch wünschenswert wäre. Die akzeptierte Verschiedenheit von Lebenstilen, Zufallsbegegnungen, emergente soziale Prozesse, Aushandlungsprozesse und Gegensätze machen ein Stadt aus. Sie machen sie lebenswert. Doch wie soll sie Aussehen und was kann man für eine grüne Stadt mit intelligenten BürgerInnen unternehmen? Einige Beiträge dazu.
17. Februar 2012

Folksonomy und indigenes Wissen

Vom Unterscheiden und Zusammenlegen: Ethnobiologische Klassifikationen von Pflanzen und Tieren in traditionellen Gesellschaften Mit dem Begriff des indigenem Wissens werden verschiedenartige Vorstellungen von „Indianer im Busch“ assoziiert, welcher im völligen Einklang mit der ihn umgebenden Natur uralte, mystische Kräuter vermengt um damit Krankheiten zu heilen oder Schmerzen zu lindern. Im Gegensatz zur westlichen Wissenschaft erscheint indigenes Wissen als nicht- theoriefähig, intuitiv und willkürlich. Das Bild des „Indianers“ zeigt nicht selten […]