Eine Stadt ist nicht nur ein Konglomerat von Baumasse. Viel wichtiger - und das ist was sie ausmacht - sind die Praktiken der Menschen, die in diesem benannten und identifizierten Raum leben und zusammenleben. Eine Stadt, deren Geschichte nicht in Entwicklung, Widersprüchlichkeiten und Ambivalenzen aufgezeigt wird, sondern in Erstarrung, Traditionalisierung und einer Abschottung gegenüber Veränderungen, droht permanent fixiert zu werden und genau das zu verlieren, was sie eigentlich ausmacht. Die moderne Stadt ist jedoch immer unvollständig, da ein "Endzustand" von Stadt weder möglich noch wünschenswert wäre. Die akzeptierte Verschiedenheit von Lebenstilen, Zufallsbegegnungen, emergente soziale Prozesse, Aushandlungsprozesse und Gegensätze machen ein Stadt aus. Sie machen sie lebenswert. Doch wie soll sie Aussehen und was kann man für eine grüne Stadt mit intelligenten BürgerInnen unternehmen? Einige Beiträge dazu.
5. Dezember 2012

Leerstandsmelderaktion – BonnBunt

BonnBunt ist eine Initiative von Personen die eine Vision teilen: die Schaffung von Freiraum zur kreativen Selbstverwirklichung. Unterschiedlichste Projekte und Events sollen an einem Ort Platz finden, als Bereicherung zu den schon bestehenden Strukturen in der Stadt. Da ein solcher Raum im Zentrum der Stadt am besten erscheint, (keine langen Anfahrtswege, spontane Zusammenkunft von Menschen) macht es Sinn einen Blick auf die bestehenden Leerstände in Bonn zu werfen. In vielen […]
2. Juli 2012

Macht macht Technik

Möchte man den Begriff der Technik auf eine allgemeine Art umschreiben, dann fallen unter diesen Begriff jedwede Formen menschlichen Tuns, welche sich in der materiellen Kultur der Menschen offenbaren. So scheint es plausibel, die Technik als Produkt eines sozialen Prozesses zu betrachten. Diese Betrachtung schließt die Benutzung des Faustkeils ebenso ein, wie die des Notebooks und die Kommunikation über Pergamentrollen genau so wie über Email. Alle diesen Techniken entstammen aus […]
9. März 2012

Der Cyberflaneur

Zugegeben der Stadtraum-Cyberspace-Vergleich ist irgendwie müßig. Analogien werden i.d.R. vor allem dann gebraucht, wenn das Verständnis des Adressaten oder die eigene Vermittlungsgabe an seine Grenzen kommt. Im Artikel von Evgeny Morozov in der SPON leben diese Vergleich von „Realwelt“ und „Cyberwelt“ wieder auf.  Aber auch zurecht wie ich finde: Das Spazierengehen, das Flanieren im Netz stirbt einen langsamen Tod. Schuld sind Facebook und Google. Effizienzversessenheit und die Tyrannei des Sozialen […]
5. März 2012

Neusprech und der Sex

Sexismus ist trotz jahrzehntelanger Diskussionen und Auklärung überall präsent. Ein guter Indikator für die innere Einstellung ist die Sprache. Viele Floskeln sind so stark mit der Alltagssprache verwebt, dass sie kaum noch auffallen. Diese Floskeln mögen nicht immer die eigene Überzeugung des Sprechers wiederspiegeln, aber so lange diese im Gebrauch sind, formen diese Aussprüche die eigenen Vorstellung von geschlechtspezifischen Zuschreibungen. Nun ist es einfach, hinter jeder Aussage scheinbaren Sexismus zu […]